Bundestagswahl 2005
Der Vorsitzende der sächsischen SPD, Thomas Jurk, sieht die NPD bereits "auf dem absteigenden Ast" – wenn er sich da mal nicht zu früh freut. Das NPD-Ergebnis von 1,6 Prozent bei der vorgezogenen Bundestagswahl sieht auf den ersten Blick in der Tat schwächlich aus. Bei genauerer Betrachtung relativiert sich das Bild: Es bedeutet eine Vervierfachung gegenüber 2002, als die Partei 0,4 Prozent holte. Mit 1,6 Prozent kommt die NPD auch wieder in den Genuss von Wahlkampfkostenerstattung (erste Schätzungen belaufen sich auf gut 600.000 Euro, die die NPD nun zusätzlich aus der Staatskasse erhält). Nicht zuletzt war das diesjährige Ergebnis das beste überhaupt seit der Bundestagswahl 1969, als die NPD nur knapp an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterte.
Mit einem Einzug in den Bundestag hatte niemand in der Partei ernsthaft gerechnet. Auch das Ziel, Direktmandate zu holen, war bloß Propagandagetöse. Nimmt man jetzt nicht die bundes-, sondern die landesweiten Statistiken, zeigen sich die Erfolge der NPD deutlich: In ihrem Schwerpunktland Sachsen erreichte sie 4,9 Prozent. Das ist natürlich weniger als bei der Landtagswahl im vergangenen Jahr, damals hatte es aber auch einen aufwändigeren Wahlkampf und mit "Hartz IV" ein besonders mobilisierungsfähiges Thema gegeben. Dass die NPD nun ohne diese beiden Faktoren trotzdem fast die fünf Prozent erreicht hat, belegt, dass sie in Sachsen inzwischen etabliert ist und sich einen relativ verlässlichen Wählerstamm erarbeitet hat. In ihrer Hochburg Sächsische Schweiz entfielen gut sieben Prozent der Zweitstimmen auf die NPD, in Kamenz-Hoyerswerda, Annaberg-Aue-Schwarzenberg, Bautzen-Weißwasser, im Mittleren Erzgebirgskreis und in Löbau-Zittau kam sie auf über sechs Prozent.
Zuwächse verzeichnete die NPD in ALLEN Bundesländern. In Mecklenburg-Vorpommern, wo die NPD im September 2006 ihre zweite Landtagsfraktion erkämpfen will, holte sie bei der Bundestagswahl bereits 3,5 Prozent. Und in allen Ländern außer NRW konnte sie die 1-Prozent-Marke überschreiten, die für die staatliche Parteienfinanzierung wichtig ist. Angesichts solcher Zahlen, freute sich NPD-Chef Udo Voigt nach der Wahl, "können wir stolz auf unser Ergebnis sein". Seine Einschätzung dürfte zutreffender sein als die von SPD-Landeschef Jurk.
Mit einem Einzug in den Bundestag hatte niemand in der Partei ernsthaft gerechnet. Auch das Ziel, Direktmandate zu holen, war bloß Propagandagetöse. Nimmt man jetzt nicht die bundes-, sondern die landesweiten Statistiken, zeigen sich die Erfolge der NPD deutlich: In ihrem Schwerpunktland Sachsen erreichte sie 4,9 Prozent. Das ist natürlich weniger als bei der Landtagswahl im vergangenen Jahr, damals hatte es aber auch einen aufwändigeren Wahlkampf und mit "Hartz IV" ein besonders mobilisierungsfähiges Thema gegeben. Dass die NPD nun ohne diese beiden Faktoren trotzdem fast die fünf Prozent erreicht hat, belegt, dass sie in Sachsen inzwischen etabliert ist und sich einen relativ verlässlichen Wählerstamm erarbeitet hat. In ihrer Hochburg Sächsische Schweiz entfielen gut sieben Prozent der Zweitstimmen auf die NPD, in Kamenz-Hoyerswerda, Annaberg-Aue-Schwarzenberg, Bautzen-Weißwasser, im Mittleren Erzgebirgskreis und in Löbau-Zittau kam sie auf über sechs Prozent.
Zuwächse verzeichnete die NPD in ALLEN Bundesländern. In Mecklenburg-Vorpommern, wo die NPD im September 2006 ihre zweite Landtagsfraktion erkämpfen will, holte sie bei der Bundestagswahl bereits 3,5 Prozent. Und in allen Ländern außer NRW konnte sie die 1-Prozent-Marke überschreiten, die für die staatliche Parteienfinanzierung wichtig ist. Angesichts solcher Zahlen, freute sich NPD-Chef Udo Voigt nach der Wahl, "können wir stolz auf unser Ergebnis sein". Seine Einschätzung dürfte zutreffender sein als die von SPD-Landeschef Jurk.